Hans-Günter Winkler
...eine Legende des Sports
Als prominentester Bürger Warendorfs wird er häufig bezeichnet, Ehrenbürger der Hauptstadt der Pferde ist er schon lange. Ein Ereignis in seiner an Höhepunkten reichen Sportlerkarriere machte ihn jedoch zur Legende: Der Ritt auf seiner Stute "Halla" bei den Olympischen Spielen 1956 in Stockholm: Trotz eines Muskelrisses in der Leiste trat er zum 2. Umlauf an und sicherte der deutschen Mannschaft mit diesem Ritt unter größten Schmerzen die Goldmedaille. Was heute dabei oft vergessen wird: Diese sportlichen Leistungen der Mannschaft und des Einzelnen gaben einem ganzen Volk - ähnlich wie der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft zwei Jahre zuvor - nach dem verlorenen Krieg wieder ein wenig Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein zurück.
So gilt er auch heute noch, mehr als ein halbes Jahrhundert nach diesem Ritt, in der ganzen Welt als ein Aushängeschild des deutschen Sports. HGW - der erfolgreichste Springreiter der Welt. Er war Teilnehmer an sechs Olympischen Spielen mit dem Gewinn von fünf Gold-, einer Silber und einer Bronzemedaillen, zweimaliger Weltmeister und vielfacher Medaillengewinner bei Europameisterschaften. Sechs Deutsche Meistertitel und weit über einhundert Nationenpreis-Einsätze kommen für den Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland hinzu. HGW wurde mehrfach zum Sportler des Jahres und zwei mal zum Sportler des Jahrzehnts (1950-1960 und 1960-1970) gewählt.
Hans Günter Winkler wurde am 24. Juli 1926 in Wuppertal-Barmen geboren und erhielt seine reiterliche Grundausbildung von seinem Vater, der als Reitlehrer arbeitete. 1950 holte ihn Dr. Gustav Rau, damaliger Chef des DOKR, nach Warendorf. Hier ritt Winkler Vielseitigkeit und Springen, arbeitete als kaufmännischer Angestellter und traf auf das Pferd mit dem er später zur Legende werden sollte: Halla, die 1949 zum DOKR gekommen war und als "wenig zuverlässig in der Dressur und ungeeignet fürs Springen" galt, wurde durch HGW geformt. Gemeinsam entwickelten sich die Beiden zu einem absoluten Spitzenpaar des internationalen Springsportes.
Nach über 35 unübertroffenen Jahren nahm Hans Günter Winkler bei den Weltmeisterschaften 1986 in Aachen seinen Abschied aus dem großen Sport. Kurz vor seinem 60 (!) Geburtstag ging er in der Aachener Soers auf seine letzte Ehrenrunde.
Aber zur Ruhe setzte sich der agile Sportsmann nicht: Als selbstständiger Kaufmann betätigt er sich bis heute mit seiner Firma HGW-Marketing erfolgreich in der Organisation vorn Reitturnieren und in der Förderung der Jugendarbeit. Besonders zu erwähnen ist sein Einsatz für den reiterlichen Nachwuchs: Zahlreiche erfolgversprechende Fördermaßnahmen wurden von ihm für junge Springreiter ins Leben gerufen. "Der Sport hat mir unheimlich viel gegeben, vielleicht kann ich so etwas zurück geben!"
Hans Günter Winkler wurde 2000 als Erstem die Goldene Sportpyramide der deutschen Sporthilfe verliehen, er ist einer der wenigen Sportler des letzten Jahrhunderts, der in die Hall of Fame des deutschen Sportes aufgenommen wurde.
Mein Weg zur Reiterei ...
ist frei von jenen Zufälligkeiten, die man so gern als Schicksalsfügungen auslegt. Er war mir von Anfang an vorgezeichnet und Grundlage meiner Philosophie. Heute zeige ich Wege auf, die der Förderung unseres Nachwuchses dienen, denn die Spitze lebt von der soliden Basis - und das nicht nur im Reitsport! Ich freue mich über Ihren Besuch auf meiner Homepage und wünsche Ihnen eine gute Unterhaltung.
Hans Günter Winkler; www.hgwinkler.de
