Wir bauen Heimat-Newsletter


Mitglieder-information - Dezember 2022


Liebe Mitglieder,

 

am 13.08.22 hatten wir Euch zuletzt im Rahmen unseres Sommerfestes über den Planungsstand zur neuen Vereinsheimat informiert. Seitdem haben wir im Vorstand und Beirat gemeinsam mit unserem Bauingenieur und Bauleiter Martin Fockenbrock die Bauvorbereitungen weiter voran getrieben. Gerne möchten wir Euch dazu einmal auf den aktuellen Stand bringen.

 

 

1. Bauplanungsverfahren und Bauantrag

Es ist ein ziemlich kompliziertes und langwieriges Verfahren, das man durchlaufen muss, bis schlussendlich der Bauantrag für eine Pferdesportanlage unserer Größenordnung erteilt wird. Nach mehr als zweijähriger Planungs- und Abstimmungszeit mit den zuständigen Baubehörden und dem Rat der Stadt Warendorf befinden wir uns nun auf der Zielgeraden. Wenn alles nach Plan läuft, sind nur noch Formalitäten zu berücksichtigen und wir werden Mitte/Ende Februar den ersten Spatenstich für unsere neue Heimat setzen können.

 

 

2. Stallungen der Familie Freye

Im ersten Schritt werden 40 Boxen inkl. Paddock zzgl. entsprechender Lagerräume, Führanlage und Bewegungspaddocks gebaut. Da für diesen Baubereich bereits alle Aufträge erteilt wurden und Familie Freye in den Startlöchern steht, ist davon auszugehen, dass der Stallbereich in wenigen Monaten fertiggestellt sein wird. Wir freuen uns übrigens sehr, dass es schon jetzt großes Interesse an einer Einstellung auf unserer neuen Anlage gibt. 

 

 

3. Sportstätten des RFV

In den letzten Monaten wurden hierzu Angebote eingeholt, Gespräche geführt, Möglichkeiten diskutiert und auch schon viele Entscheidungen getroffen. Folgenden Sachstand können wir Euch mitteilen:

 

 

a. Finanzierung

Zusätzlich zu unserem Eigenkapital konnten wir Ende September ein Förderdarlehen i.H.v. 700.000 Euro über die NRW-Bank erhalten. Der Zinssatz liegt bei 2,97 % und gilt für die kommenden 10 Jahre.

 

 

b. Außenreitplatz nach dem Ebbe-Flut-Prinzip

Wenn man sich einen idealen Reitplatz vorstellt, dann sollte dieser 340 Tage im Jahr bereitbar sein, optimale Reiteigenschaften und eine sehr gute Entwässerung haben, immer gleichmäßig feucht, wassersparend und umweltfreundlich sein. Ein Reitplatz nach dem Ebbe-Flut-Prinzip erfüllt alle genannten Kriterien, ist aber auch mit hohen Investitionen verbunden. Zu allem Überfluss sind die Preise der Reitplatzbauer in den letzten 12 Monaten um bis zu 35% gestiegen. Damit wir uns diesen rund 5.000 m² großen Platz inkl. einer Flutlichtanlage leisten können, werden wir ihn mit Hilfe eines fachkundigen Beraters und viel Eigenleistung selber bauen und somit etwa 20% der Kosten einsparen können. Der Reitplatz wird nach aktuellem Stand eine der ersten Baumaßnahmen sein.

 

 

c. Veranstaltungshalle (25m x 65m Reitfläche)

Unsere "große" Halle inkl. Lagerflächen, Sanitär- und Bewirtungsbereich wird dann als nächstes folgen.  Sie wird mit einer Holzkonstruktion gebaut und auch für die Außenverkleidung wird Holz verwendet werden. Das wird optisch sicher ein Highlight sein.

 

 

d. Voltigier-/Reithalle (20m x 60m Voltgier-/Reitfläche)

Diese Halle inkl. des angrenzenden Trainings- und Vorbereitungsbereichs für unsere Voltigierabteilung wird zu den letzten Baumaßnahmen in 2023 gehören. Ob wir hierzu die Stahlkonstruktion unserer aktuellen Reithalle nutzen werden oder komplett neu bauen, ist derzeit noch nicht final entschieden. Hierzu muss die Entwicklung der Materialpreise in den nächsten Wochen im Auge behalten werden.

 

 

e. Bauzeit

Entsprechend der im Sommer angepassten Vereinbarung mit Josef Besselmann müssen wir unsere jetzige Anlage frühestens zum 31.12.23 verlassen. Nach Einschätzung unserer Bauexperten, können wir unsere neue Heimat bis in den Spätherbst 2023 bezugsfertig haben. D.h. die Pferde können umziehen und auf dem Außenplatz und in mindestens einer Halle kann geritten werden. Sollte es wider Erwarten Verzögerungen beim Bau geben, könnten wir zur Not auch noch bis 31.03.24 auf der jetzigen Anlage bleiben. Das möchten wir allerdings vermeiden und davon gehen wir derzeit auch nicht aus.

 

 

f. Finanzielle Unterstützung

Unsere neue Heimat kann durch Spenden unterstützt werden. Mit Spendensteinen für je 80 Euro und Spendenbäumen für je 500 Euro können sich Unternehmen und Privatpersonen auf unserer Anlage verewigen, die Baumaßnahmen finanziell unterstützen und einen Beitrag dazu leisten, dass es bei uns schön und grün wird. Weitere Infos hierzu findet Ihr auf unserer Webseite unter https://www.reitverein-warendorf.de/spenden/spendenstein/ und https://www.reitverein-warendorf.de/spenden/spendenbaum/. Im Rahmen unseres Sommerfests und danach konnten bereits 40 Spendensteine und neun Spendenbäume im Wert von fast 8.000 Euro vergeben werden. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender.

 

 

g. Bauleistungen durch uns als Mitglieder

Damit wir uns unsere neue Heimat leisten können und damit rechtzeitig fertig werden, benötigen wir aber nicht nur weitere Finanzmittel, sondern müssen auch alle gemeinsam intensiv mit anpacken. Wir haben das in diesem Jahr bei verschiedenen Anlässen immer wieder thematisiert. Hier nun eine etwas konkretere Darstellung, damit Ihr euch besser vorstellen könnt, was das bedeutet. Zusätzlich zu den Arbeiten der beauftragten Bauunternehmen müssen wir als Verein rund 7.500 Arbeitsstunden für den Bau des Reitplatzes, der Hallen und der Außenanlagen leisten. Umgerechnet auf unsere rund 430 Mitglieder wären das durchschnittlich 18 Arbeitsstunden für jeden einzelnen von uns. Jede Arbeitsstunde, die wir als Verein nicht selber leisten können, müssen wir zusätzlich einkaufen, wofür wir aber wieder zusätzliches Geld benötigen, das wir derzeit nicht haben. Wenn alle mit anpacken, werden wir das gemeinsam hinbekommen. Davon sind wir fest überzeugt. Im Rahmen unserer Mitgliederversammlung am 06.03.23 möchten wir Euch gerne ein Modell vorstellen, wie das aus unserer Sicht gelingen kann. Bitte merkt Euch diesen Termin schon einmal vor.

 

 

Wir möchten Euch im kommenden Jahr etwa alle vier Wochen über unseren Newsletter "Wir bauen Heimat" auf dem Laufenden halten. Solltet Ihr Anregungen zum Inhalt haben, lasst es uns bitte wissen. Ihr könnt uns gerne per Email unter info@reitverein-warendorf.de erreichen oder sprecht uns persönlich an.

 

 

Herzliche Grüße

 

 

Euer Vorstand

 


Mitglieder-Information - 02.08.2022


Liebe Mitglieder des RFV Warendorf,

 

die Vorbereitung für den Bau unserer neuen Vereinsheimat laufen nach wie vor auf Hochtouren. Vor ca. 14 Tagen haben wir den Kreditantrag bei der NRW Förderbank i.H.v. 700.000 Euro gestellt. Angebote wurden eingeholt, Gespräche mit Lieferanten und Bauunternehmen werden derzeit geführt. Parallel dazu läuft das Genehmigungsverfahren mit dem Bauamt der Stadt Warendorf. Auch hier ist alles auf einem sehr guten Weg und wir haben keine Zweifel daran, die Genehmigung erteilt zu bekommen. Entsprechend der bisherigen Planungen sollten wir im Optimalfall bereits Mitte Oktober mit dem Bau der Anlage beginnen können. Der aktuelle Verfahrensverlauf zeigt allerdings, dass der Baubeginn im Oktober nicht zu halten ist, wenn alle Planungsdetails in unserem Sinne umgesetzt werden sollen. Um das zu gewährleisten, wird etwas mehr Zeit benötigt, was dazu führt, dass wir erst Mitte Januar, spätestens Mitte Februar mit dem Bau beginnen können.

 

Voraussetzung für dieses Vorgehen ist eine Verlängerung der mit Josef Besselmann vertraglich vereinbarten Räumungsfrist. Denn ein Umzug zum 30.06.22 würde mit dem verzögerten Baubeginn nicht zu halten sein. Wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass wir in Verhandlungen mit Josef Besselmann erwirken konnten, die Räumungsfrist um mindestens sechs und maximal neun Monate zu verlängern. Die Anlage muss daher frühestens am 31.12.23 von uns geräumt werden. Dies wurde am vergangenen Montag, den 01.08.22 vertraglich vereinbart und notariell beglaubigt.

Wir haben somit ausreichend Zeit, den Neubau unserer Anlage voranzutreiben. Gleichzeitig haben alle Pferdebesitzer auf der Vereinsanlage die Sicherheit, ihre Pferde bis zum Umzug in bewährter hoher Qualität untergebracht zu haben und die Vereinsanlage nutzen zu können.

 

Wir möchten uns bei Josef Besselmann für die Kooperationsbereitschaft bedanken.

 

Mit besten Grüßen

Georg Ettwig